Nach einer längeren Unterbrechung möchte ich die Presseschau rund um UFOs/UAP und verwandte Themen neu aufleben lassen und starte pünktlich zum neuen Jahr mit aktuellen Meldungen, die natürlich zum Einen vom Tod Erich von Dänikens berichten, zum Anderen gibt es auch schon die erste UFO-Jahresstatistik für 2025 aus Deutschland, von der Meldestelle des CENAP, die zudem einen neuen Höchststand an Meldeeingänge verzeichnen konnte.

Rekord: UFO-Meldestelle verzeichnet 1.348 Sichtungen im Jahr 2025
Jedes Jahr kommen neue Statistiken für das Vorjahr mit aktuellen Trends und Entwicklungen. Zeitig dran ist wieder die deutsche UFO-Meldestelle des CENAP mit Sitz im Odenwald, die für 2025 einen neuen Rekord vermeldet: Insgesamt 1.348 Sichtungen wurden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vereinzelt weiteren Ländern entgegengenommen, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 1.084 Meldungen von 2024. CENAP-Leiter Hansjürgen Köhler betonte jedoch, dass auch im vergangenen Jahr keine Raumschiffe von Außerirdischen dabei waren. Die meisten Sichtungen ließen sich auf natürliche oder technische Phänomene zurückführen: helle Planeten wie Venus und Jupiter, der Stern Sirius, Meteore, über 120 Starlink-Satelliten von SpaceX, Re-Starts von Raketenstufen und verglühender Weltraumschrott. Zunehmend werden auch Drohnen für UFOs gehalten, 77 solcher Fälle wurden 2025 identifiziert. Seit 2019 steigen die Meldungen kontinuierlich an, was laut Köhler auf erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit und vermehrte Raumfahrtaktivitäten zurückzuführen ist.
Quellen:
GEO | Hessenschau | SWR3
Prä-Astronautik-Pionier Erich von Däniken verstorben
Am 10. Januar 2026 verstarb der Schweizer Autor Erich von Däniken im Alter von 90 Jahren in einem schweizer Krankenhaus. Der am 14. April 1935 in Zofingen geborene von Däniken machte die Prä-Astronautik – die Hypothese, dass außerirdische Besucher in prähistorischer Zeit die Erde besuchten und die menschliche Entwicklung beeinflussten – einem weltweiten Massenpublikum bekannt. Sein 1968 erschienenes Erstlingswerk “Erinnerungen an die Zukunft” (engl. “Chariots of the Gods”) wurde ein internationaler Bestseller und später sogar für einen Oscar nominiert und auch verfilmt. Von Däniken verfasste über 40 Bücher, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden und sich milliionenfach verkauften. Ursprünglich als Koch und Hotelier ausgebildet, widmete er sich ab 1976 vollständig der Erforschung von Mythen, archäologischen Rätseln und möglichen außerirdischen Spuren. Er gründete die Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI (A.A.S.) und 2003 den Freizeitpark “Mystery Park” in Interlaken. Trotz wissenschaftlicher Kritik blieb von Däniken bis ins hohe Alter seiner Überzeugung treu und prophezeite noch 2018, dass die Außerirdischen “in den nächsten zehn Jahren” zurückkehren würden. Siehe dazu auf dem Blog.
Quellen:
DW | Tagesschau | Grenzwissenschaft Aktuell
Erste Vermessung eines frei durchs All schwebenden Planeten
Ein internationales Astronomenteam unter Leitung von Subo Dong (Universität Peking) gelang erstmals die präzise Bestimmung der Masse und Entfernung eines vagabundierenden Planeten. Der Himmelskörper mit der Bezeichnung KMT-2024-BLG-0792/OGLE-2024-BLG-0516 besitzt etwa die Masse des Saturn und ist rund 10.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Diese Messung wurde durch die Kombination von erdgebundenen Teleskopen mit dem 1,5 Millionen Kilometer entfernten Gaia-Satelliten ermöglicht. Der Planet wurde durch den sogenannten Gravitations-Mikrolinseneffekt entdeckt, als er vor einem Hintergrundstern vorbeizog und dessen Licht wie ein Brennglas ablenkte. Forschende vermuten, dass der Planet ursprünglich in einem normalen Planetensystem entstand und später durch dynamische Prozesse hinausgeschleudert wurde. Die Entdeckung liefert wichtige Erkenntnisse über die Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen. Das für 2027 geplante Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop der NASA könnte künftig zahlreiche weitere solcher Vagabunden entdecken.
Quelle:
GEO
Rätsel um Entstehung von Exoplaneten gelöst
Forschenden gelang ein bedeutender Durchbruch beim Verständnis der Planetenentstehung: Erstmals konnten vier junge Exoplaneten im Sternsystem V1298 Tau beim “Altern” beobachtet werden. Der etwa 20 Millionen Jahre alte Stern wird von vier Planeten umkreist, deren Größe zwischen Neptun und Jupiter liegt. Durch präzise Messungen ihrer Umlaufbahnen und ihrer gravitativen Wechselwirkungen bestimmte das Team um John Livingston (Astrobiology Center, Tokio) deren Masse. Es zeigte sich, dass diese jungen Planeten nur 5- bis 15-mal schwerer sind als die Erde, aber ein deutlich größeres Volumen aufweisen und daher eine niedrige Dichte besitzen. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass sich diese Planeten mit der Zeit verdichten und zu “Supererden” und “Subneptunen” zusammenziehen werden – den häufigsten Planetentypen in unserer Galaxie. Diese Beobachtung löst das Rätsel, warum die meisten Exoplaneten größer als die Erde, aber kleiner als Neptun sind, obwohl unser Sonnensystem keine Planeten dieser Größe besitzt.
Quelle:
Spektrum.de
NASA-Mission Pandora zur Erforschung von Exoplaneten-Atmosphären gestartet
Am 11. Januar 2026 startete erfolgreich die NASA-Mission Pandora an Bord einer SpaceX Falcon-9-Rakete von Vandenberg, Kalifornien. Der kleine Satellit wurde speziell entwickelt, um die Atmosphären von mindestens 20 transitierenden Exoplaneten und ihre Wirtssterne zu untersuchen. Durch langanhaltende, kontinuierliche Beobachtungen während der Planetentransite soll Pandora präzise Daten über die chemische Zusammensetzung fremder Atmosphären liefern und dabei helfen, erdähnliche oder potenziell bewohnbare Welten zu identifizieren. Die Mission ist Teil einer neuen Generation kostengünstiger SmallSat-Observatorien, die gezielte wissenschaftliche Fragestellungen beantworten sollen. Pandora ergänzt größere Weltraumteleskope wie das James-Webb-Weltraumteleskop und trägt zur Beantwortung der Frage bei, ob es außerirdisches Leben in unserem kosmischen Umfeld geben könnte.
Quelle:
VDI Nachrichten
Drei weitere Missionen im Fokus: Suche nach außerirdischem Leben und fremder Technologie
Drei aktuelle Weltraummissionen könnten neue Erkenntnisse zur Existenz außerirdischen Lebens liefern: Venus Life Finder, eine private Mission von Rocket Lab und Sara Seager, soll in der Atmosphäre der Venus nach organischen Verbindungen suchen, nachdem dort 2020 Hinweise auf Phosphin entdeckt wurden. Das Vera Rubin Observatory scannt seit 2025 mit einer gigantischen Kamera den Südhimmel – u. a. auf der Suche nach „Planet Nine“ oder sogar möglicher Alien-Technologie. Die ESA-Mission PLATO wiederum startet Ende 2026 und soll gezielt erdähnliche Planeten bei sonnenähnlichen Sternen entdecken.
Quelle:
Bild
Jupiter in Opposition: Hellster Planet am Nachthimmel
Am 10. Januar 2026 erreichte Jupiter seine Opposition – die Erde befand sich exakt zwischen Sonne und Jupiter. Zu diesem Zeitpunkt war der Gasriese der hellste sternartige Punkt am Nachthimmel und bot optimale Beobachtungsbedingungen. Mit einer scheinbaren Helligkeit von -2,7 Magnituden strahlte Jupiter im Sternbild Zwillinge und war bereits am frühen Abend im Osten zu sehen. Die Entfernung zur Erde betrug rund 633 Millionen Kilometer (4,23 Astronomische Einheiten). Bereits am 9. Januar hatte Jupiter seine erdnächste Position erreicht. Astronomen empfahlen die Beobachtung mit Teleskopen, um Details wie die Wolkenbänder und die vier galileischen Monde zu erkennen. Bis 2027 wird Jupiter nicht mehr so hell und günstig zu beobachten sein.
Quellen:
ARD alpha
Tagesschau
Nachklapp zu 3I/ATLAS: Keine Hinweise auf außerirdische Technologie
Ein kleiner Nachklapp zum Blogbeitrag über den interstellaren Kometen 3I/Atlas: Einer aktuellen Studie des SETI Breakthrough Listen-Programms zufolge, ist 3I/Atlas definitiv kein außerirdisches Raumschiff. Dazu veröffentlichte das SETI-Institut kürzlich eine Studie, die bestätigt, dass trotz intensiver Suche nach „Technosignaturen“, messbaren Anzeichen außerirdischer Technologie, keine solchen Signale gefunden wurden. Der Harvard-Astrophysiker Avi Loeb hatte zuvor spekuliert, 3I/ATLAS könnte ein außerirdisches „Mutterschiff“ sein. Wissenschaftler ordnen das Objekt jedoch eindeutig als Kometen ein, da es eine typische Koma (Gas- und Staubwolke) aufweist. Der Komet befand sich im Januar 2026 etwa 270 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und wird im März 2026 am Jupiter vorbeifliegen, bevor er unser Sonnensystem endgültig verlässt.
Quellen:
SETI Breakthrough Listen Programm
Spektrum.de
Vice
Damit wünsche ich allen Leser noch alles Gute für das Neue Jahr!
