Nach wie vor bleibt das UFO-Thema ein Randthema in den hiesigen Medien; mittlerweile seit über einem Jahr. Ausnahme sind dann meist einzelne Meldungen, die eine überregionale Aufmerksamkeit erzeugen, wie vergangene Woche die Ankündigung des US-Präsidenten Trump, er wolle Regierungsakten zu Ufos und Aliens herausgeben und dabei Ex-Präsident Obama attackiert.

Trump will alle US-Regierungsakten zu UFOs und Außerirdischen freigeben
US-Präsident Donald Trump hat vergangene Woche eine spektakuläre Ankündigung gemacht: Er werde den Verteidigungsminister sowie andere zuständige Ministerien und Behörden anweisen, “mit dem Prozess zu beginnen, Regierungsakten im Zusammenhang mit Alien- und außerirdischem Leben, unidentifizierten anomalen Phänomenen und unidentifizierten Flugobjekten sowie sämtlichen weiteren Informationen zu diesen äußerst komplexen, aber extrem interessanten und wichtigen Themen zu identifizieren und freizugeben”. Trump begründete den Schritt mit dem “enormen Interesse” der Öffentlichkeit an diesem Thema.
Obama-Kontroverse als Auslöser:
Dem Vorstoß ging eine Kontroverse um Aussagen von Trumps Vorgänger Barack Obama voraus. In einem viralen Podcast-Interview hatte Obama auf die Frage nach Außerirdischen gesagt: “Sie sind real, aber ich habe sie nicht gesehen. Sie werden nicht in Area 51 aufbewahrt, es gibt keine unterirdische Einrichtung, außer es gäbe diese enorme Verschwörung, die es geschafft hätte, es selbst vor dem Präsidenten der Vereinigten Staaten zu verbergen.” Obama stellte später auf Instagram klar, dass er während seiner Präsidentschaft keine Beweise für Kontakte von Außerirdischen mit der Menschheit gesehen habe.
Trump wirft Obama Geheimnisverrat vor:
An Bord der Air Force One erklärte Trump am Donnerstag, 19. Februar, Obama habe “geheime Informationen preisgegeben, die er nicht preisgeben sollte”. Trump betonte: “Ich weiß nicht, ob sie real sind oder nicht, aber ich kann Ihnen sagen, dass er geheime Informationen weitergegeben hat.” Zugleich erklärte Trump, er selbst habe keine Meinung zur Existenz von Außerirdischen.
Die Reaktionen aus der UFO/UAP-Community fallen erwartungsgemäß unterschiedlich aus, wobei selbst Enthusiasten mit Vorsicht reagieren, da die Ankündigung ohne konkrete Anordnungen an die Behörden vage bleibe. Kritiker verweisen auf ähnliche Ankündigungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte, die entweder nicht eingelöst wurden, oder nichts Sensationelles hervorbrachten. Zudem könnte die Vermischung politischer Kontroversen mit der wissenschaftlichen Suche nach außerirdischem Leben die Glaubwürdigkeit des Diskurses untergraben.
Quellen: n-tv | Krone.at | ZDF heute | Merkur | Heute.at | Focus | Telepolis
TV-Dokumentation: “Geheimnisvolles Universum” auf ZDFinfo
Am 19. Februar 2026 strahlte ZDFinfo die Dokumentation “Geheimnisvolles Universum” aus, die sich mit der Frage beschäftigt, ob außerirdisches Leben völlig anders funktionieren könnte als bisher vermutet. Die Dokumentation beleuchtet alternative Ansätze in der Astrobiologie und stellt die These infrage, dass Leben zwingend auf Kohlenstoff und Wasser basieren muss. Wissenschaftler diskutieren Szenarien von Lebensformen, die auf Silizium, flüssigem Methan oder anderen chemischen Grundlagen basieren könnten.
Die Reihe "Geheimnisvolles Universum" steht in der ZDF-Mediathek zur Verfügung und ist auch über die Seite medithekwebview.de abrufbar.
Quellen: TV Movie | TVheute.at
Aktuelles am Himmel:
Planetenparade im Februar
Im Februar können gleich vier Planeten gemeinsam am Himmel mit bloßem Auge gesehen werden, Merkur, Venus, Saturn und Jupiter. Insbesondere Venus, Saturn und Jupiter dürften dabei am Himmel herausstechen. Die eindrücklichste Konstellation ergibt sich am 28. Februar, wenn sich der Halbmond zum Jupiter gesellt. Dieses Phänomen wird umgangssprachlich auch als “Planetenparade” bezeichnet und bietet eine hervorragende Gelegenheit für Beobachtungen.
Quelle: Tagesanzeiger
